Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Hafod</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hafod"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
<meta name="geo.position" content="52.343201;-3.82344"></head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Hafod rootpage-Hafod skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hafod</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Hafod (Estate)</b>, auch <i>Hafod Uchtryd</i>, war ein Herrensitz 26 Kilometer südöstlich von <a href="Aberystwyth" title="Aberystwyth">Aberystwyth</a> (<a href="Wales" title="Wales">Wales</a>). Das Anwesen wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Thomas Johnes großflächig <a href="Aufforstung" title="Aufforstung">aufgeforstet</a> und mit Wanderwegen versehen. Die dramatische Landschaft entsprach dem zeitgenössischen Ideal von <i><a href="Picturesque" title="Picturesque">Picturesque Beauty</a></i> („malerischer Schönheit“). Nach dem Tod Johnes’ verfielen Gebäude und Wege. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist das aufgrund seiner Naturschönheit außergewöhnliche Gebiet für Wanderer wieder zugänglich.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>

<p>Hafod liegt im Tal des Flusses <i><a href="Ystwyth" title="Ystwyth">Ystwyth</a></i>. Thomas Johnes trat das Erbe seines Vaters im Jahr 1780 an (Kerkham 1991, 207). Beeindruckt von der Schönheit und Dramatik der walisischen Landschaft entschloss er sich 1783, Hafod zu seinem dauerhaften Wohnsitz zu machen. Er entwickelte den Plan, das Gebiet zwischen der <a href="Devil%E2%80%99s_Bridge_(Ceredigion)" title="Devil’s Bridge (Ceredigion)">Devil’s Bridge</a> im Norden und dem Ystwyth-Tal für naturinteressierte Gäste zu erschließen.
</p><p>Johnes plante zudem, die Landschaft noch „zu verbessern“, seine Vorstellungen einer wild-romantischen Naturanmutung noch zu steigern. Im Zeitraum von 1795 bis 1801 ließ er deshalb umfangreiche Aufforstungen seiner Ländereien vornehmen; es wurden 2.065.000 Bäume gepflanzt, davon über die Hälfte <a href="L%C3%A4rche" class="mw-redirect" title="Lärche">Lärchen</a> (Jacques 2001, 240). Gleichzeitig wurde mit der Einrichtung eines ersten Rundweges begonnen. Dabei legte Johnes Wert darauf, den Wanderer zu Punkten mit besonderer Aussicht auf das Tal, die Berge oder <a href="Wasserfall" title="Wasserfall">Wasserfälle</a> zu leiten. Die Wege wurden in teilweise waghalsiger Führung an felsigen Abgründen entlang angelegt, Schluchten mit schmalen Brücken überwunden, so über den <i>Ystwyth</i> und den <i>Nant Cau</i>. Auch ein längerer Rundweg für <a href="Reiten" title="Reiten">Reiter</a> entstand (Gilpin 1789, 78).
</p>

<p>Ein Gewächshaus wurde 1793 errichtet, ebenso entstanden zwei Blumengärten und eine Reihe von (Garten)lauben. Östlich des Herrenhauses wurde auf einem Hügel inmitten von <a href="Eiche" class="mw-redirect" title="Eiche">Eichen</a> eine kleine Kirche gebaut (Account 1799, 18). Doch die Einnahmen aus der Forst- und Weidewirtschaft (Schafe) deckten langfristig die Ausgaben für Johnes' anspruchsvolle Pläne nicht. Hinzu kamen persönliche Schicksalsschläge: 1807 wurde das Herrenhaus durch einen Brand zerstört (Times 1807, 3), der Wiederaufbau erfolgte in ähnlicher, leicht veränderter Form. 1811 starb seine Ehefrau, Jane Johnes, 1812 die einzige Tochter, Mariamne.
</p><p>Johnes erkrankte und starb 1816 in finanziellen Schwierigkeiten (Jacques 2001, 240). Um 1833 erwarb der Duke of Newcastle den Grundbesitz. Doch bereits 1843 wurde <i>Hafod Estate</i> gemeinsam mit drei weiteren Domänen veräußert; Hafod umfasste zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von 5463 <a href="Hektar" title="Hektar">Hektar</a>, vorwiegend Weideland, zuzüglich 560 Hektar Wald (Times 1843, 6). In der Folgezeit verfielen die Gebäude, das Wegesystem erfuhr keine Pflege mehr und konnte aus Sicherheitsgründen nurmehr unvollständig begangen werden, weil Brücken eingebrochen waren. Eine Wegepartie zur <i>Nant Cau</i>-Höhle rutschte ab (Kerkham 1991, 212). 1932 wurde die Kirche von Hafod, <i>Eglwys Newydd</i>, durch ein Feuer schwer in Mitleidenschaft gezogen (Times 1932, 16).
</p><p>Die Forstverwaltung <i>(<a href="Forestry_Commission" title="Forestry Commission">Forestry Commission</a>)</i> veranlasste 1958 die <a href="Sprengung" title="Sprengung">Sprengung</a> des Herrenhauses, weil die Ruine angeblich eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte (Times 1958, 12). 1964 wurden Teile von Mrs. Johnes’ Blumengarten durch den Bau einer Forststraße in Mitleidenschaft gezogen, figürlicher Schmuck aus <a href="Coade-Stein" title="Coade-Stein">Coade-Stein</a> (<a href="Satyr" title="Satyr">Satyr</a>, <a href="Nymphe" title="Nymphe">Nymphe</a>, <a href="Flora_(Mythologie)" title="Flora (Mythologie)">Flora</a>, <a href="Triton_(Mythologie)" title="Triton (Mythologie)">Triton</a>) verschwanden. 1990 richtete die Forstverwaltung einen Beirat <i>(garden advisory panel)</i> ein, in der Folge begannen begrenzte Wiederherstellungsarbeiten (Kerkham 1991, 207).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bauwerke_und_Anlagen_(Auswahl)"><span id="Bauwerke_und_Anlagen_.28Auswahl.29"></span>Bauwerke und Anlagen (Auswahl)</h2></div>

<ul><li><i>Seat of Johnes Esq.</i>, ein Herrenhaus in <a href="Neugotik" class="mw-redirect" title="Neugotik">neugotischem Stil</a></li>
<li>Kirche <i>Eglws Newydd</i>, nach dem Plan von <a href="James_Wyatt" title="James Wyatt">James Wyatt</a> (1803)</li>
<li>Skulpturengruppe zum Gedenken an Johnes’ Tochter, von <a href="Francis_Leggatt_Chantrey" title="Francis Leggatt Chantrey">Francis Leggatt Chantrey</a> (um 1812, aufgestellt 1833)</li>
<li><i>Mrs. Johnes’s</i> Blumengarten (1786)</li>
<li><i>Mariamne’s</i> Garten, von James Anderson als <a href="Alpinum" title="Alpinum">Alpinum</a> angelegt (1795–1796, 1803 verändert)</li>
<li>Gewächshaus, von <a href="John_Nash_(Architekt)" title="John Nash (Architekt)">John Nash</a> (1793)</li>
<li><i>Bedford</i>-Obelisk (1805)</li>
<li>gusseiserne Ketten-Hängebrücke über den Ystwych (1805)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Rundwege_(walks)"><span id="Die_Rundwege_.28walks.29"></span>Die Rundwege <i>(walks)</i></h2></div>
<p>Die zwei bekanntesten Rundwege erhielten ihre Bezeichnung durch <a href="William_Gilpin_(Maler)" title="William Gilpin (Maler)">William Gilpin</a>. Er nannte sie entsprechend ihrer unterschiedlichen Länge (Gilpin 1789, 78):
</p>
<ul><li><i>Lady’s Walk:</i> (etwa fünf Kilometer) Der Weg führt auf dem Nordufer des <i>Ystwych</i> zum <i>Flower Garden of Mrs. Johnes</i> („Blumengarten von Mrs. Johnes“), dann in die Nähe des <i>Peiran</i>-Wasserfalls. Der Rückweg geht über <i>Eglwys Newydd</i> zum Herrenhaus.</li>
<li><i>Gentleman’s Walk:</i> (etwa zehn Kilometer) Der anspruchsvollere Weg führt in das Gebiet südlich des <i>Ystwych</i>, der zu Beginn auf der <i>Bwlch Gwalter</i>-Brücke überquert wird. Weiter geht es zur <i>Tyloge</i>-Brücke, dann entlang dem Nebenfluss <i>Naunt Cau</i> bis zur <i>Cavern Cascade</i>. Der Rückweg führt am Südufer des <i>Ystwych</i> zurück, dann durch einen <a href="Buche" class="mw-redirect" title="Buche">Buchenwald</a> <i>(Pant Melyn)</i>, durch <i>Allt Dihanog</i> und über eine Brücke. Es existiert eine kleine Abkürzungsgelegenheit.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen_und_Literatur">Quellen und Literatur</h2></div>
<ul><li>William Gilpin: <i>Observations on the River Wye, and several parts of South Wales.</i> 2. Auflage. Blamire, London 1789, S. 78–81.</li>
<li>George Cumberland: <i>An attempt to describe Hafod.</i> Egerton, London 1796.</li>
<li><i>A descriptive account of the Devil’s Bridge, Hafod, <a href="Strata_Florida_Abbey" title="Strata Florida Abbey">Strata Florida Abbey</a>, and other scenery in that district of Cardinganshire.</i> 4. Auflage. Walker, Hereford 1799.</li>
<li>Caroline Kerkham: <i>Hafod, paradise lost.</i> In: <i>Journal of garden history,</i> 1991, Bd. 11, H. 4, S. 207–216.</li>
<li>David Jacques: <i>Hafod</i>. In: <i>Oxford companion to gardens.</i> Oxford University Press, Oxford, New York 2001, ISBN 0-19-860440-8, S. 239–240.</li>
<li><i><a href="The_Times" title="The Times">The Times</a></i>, Nr. 6999 (19. März 1807), S. 3; Nr. 18407 (21. September 1843), S. 6; Nr. 46116 (25. April 1932), S. 16; Nr. 46117 (26. April 1932), S. 22; Nr. 54246 (3. September 1958), S. 12.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hafod_Uchtryd?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Hafod Uchtryd</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.hafod.org/">Offizielles Informationsblatt</a></li></ul>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">52.343201</span><span class="longitude">-3.82344</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:52.343201,-3.82344"><span title="Breitengrad">52°&nbsp;20′&nbsp;35,5″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">3°&nbsp;49′&nbsp;24,4″&nbsp;<abbr title="West">W</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2019-11-16" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Hafod&amp;oldid=194092674">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>